Der Landesfrauenrat

Der Landesfrauenrat Hamburg e.V. (LFR) ist die unabhängige, überparteiliche und überkonfessionelle Dachorganisation von über 60 Frauenverbänden. Er repräsentiert etwa 300 000 Hamburgerinnen und ist damit die größte Frauenlobby Hamburgs. Diese Frauen engagieren sich in den verschiedensten gesellschaftlichen Frauenorganisationen, nämlich in Kirche, Bildung, Partei, Sport, Gewerkschaft, Kultur, Berufs-, Interessen- und Wohlfahrtsverbänden.

Schon 1916 taten sich Frauen zum "Stadtbund Hamburgischer Frauenvereine" zusammen mit dem Ziel, die Frauen politisch zu interessieren und zur Wahrung ihrer Rechte aufzufordern. 1933 löste sich der Stadtbund aufgrund der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten selbst auf.

1949 gründete sich der LFR als "Arbeitsgemeinschaft Hamburger Frauenorganisationen" neu und nennt sich seit 1987 Landesfrauenrat. Der LFR setzt sich ein für die Gleichstellung von Frauen und Männern in Hamburg, für Zusammengehörigkeit und gegenseitige Toleranz. Trotz der Unterschiedlichkeit der Mitgliederverbände setzt sich der LFR geschlossen, beharrlich und erfolgreich für frauenpolitische Interessen ein.

Gemeinsames Ziel aller Mitgliederverbände ist die Verwirklichung des Artikels 3 des Grundgesetzes. Darin ist die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen verankert. Auch die Hamburger Verfassung gebietet nach Artikel 3 die Gleichstellung von Frauen und Männern verpflichtend. Insbesondere wirkt sie darauf hin, dass Frauen und Männer in kollegialen öffentlichrechtlichen Beschluss- und Beratungsorganen gleichberechtigt vertreten sind. Und bis heute ist das Gender Mainstreaming nicht in Hamburgs Politikstrategie verpflichtend. Dabei wurde sie bereits 1995 gefordert und 1998 auch verbindlich für Deutschland und damit für die Bundesländer. Der Landesfrauenrat Hamburg e.V. fordert diese Strategie als politische Strategie des Hamburger Senats für alle Politikbereiche. Darüber hinaus werden ein Lebenslagenbericht für Frauen in Hamburg und ein Gleichstellungspolitisches Rahmenprogramm gefordert.

Deshalb fordern wir:

  • Gender Mainstreaming als Strategie Hamburger Politik:
    Alle Entscheidungen hinterfragen, ob sie sich nachteilig auf ein Geschlecht auswirken
  • Gender in Hamburg:
    Endlich einen Gleichstellungsbericht über die Lebenslagen der Frauen in Hamburg und einen gleichstellungspolitischen Rahmenplan
  • Gender und Frauenförderung:
    Frauenpreise und Frauenehrungen - aber auch endlich öffentliche Aufträge nur noch an Betriebe geben, die Frauen und Männer gleichberechtigt beschäftigen - und wichtig ist auch Lohngleichheit und menschenwürdige Arbeit für Frauen, sowie existenzsichernde Entlohnung
  • Gender bedeutet Gleichberechtigung für Frauen und Männer:
    Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist angesagt zur Veränderung von Rollen und Verhaltensweisen, zu ganztägiger Kinderbetreuung und Ganztagsschule, zu Betrieben, die Väter-, Elternzeiten unterstützen
  • Gender und mehr Integration von Migrantinnen
  • Gleichstellung von Frauen und Männern in Führungspositionen in Politik und Wirtschaft
    Den Frauenanteil in öffentlichen Gremien auf 50% zu erhöhen -
    Familienarbeit der Berufsarbeit gleichzustellen
    Frauen und Männer an allen gesellschaftlichen Entscheidungen zu beteiligen
    Für alle Frauen eine eigenständige soziale Sicherung zu schaffen

Die vielfältige Arbeit des Landesfrauenrats wird ehrenamtlich geleistet.

Überblick über Aktivitäten:

  • Monatlich stattfindende Vernetzungstreffen
  • Diskussionen zu frauenpolitischen Themen und Fachkonferenzen
  • Verabschiedung von Resolutionen
  • Kooperationsveranstaltungen mit Mitgliedsverbänden
  • Gespräche mit dem Ersten Bürgermeister, mit Senatsmitgliedern und den frauenpolitischen Sprecherinnen der Hamburgischen Bürgerschaft
  • Zusammenarbeit mit anderen Hamburger Frauennetzwerken, Organisationen und Institutionen
  • Unterhaltung der "hamburger-frauenbibliothek"
  • Enge Zusammenarbeit mit den anderen 15 Landesfrauenräten in Deutschland und dem Deutschen Frauenrat in Berlin
  • Mitarbeit im Fahrgastbeirat des HVV und in der Hamburger Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung, im Kuratorium der Landesinitiative "Hamburg engagiert sich" und im beratenden Ausschuss des Europäischen Sozialfonds, im Pakt für Prävention, im Rundfunkrat, in ARGE
  • Hamburger Frauenbündnis 8.März
  • Frauen im Blick

 

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